Jung und Alt im Reisevergleich – Das Institut für Freizeit- und Tourismusforschung unter der Leitung von Prof. Mag. Peter Zellmann hat das Reiseverhalten der Altersgruppen unter die Lupe genommen und dabei interessante Motive und Verhaltensformen älterer Menschen entdeckt: Ab 45 Jahren entwickelt sich das Reiseverhalten von Männern und Frauen unterschiedlich.

Männer

Der Anteil der reisenden Männer erhöht sich bei den 45-50-Jährigen auf 64%. Die 45-50-Jährigen sind somit die reiseaktivste Gruppe bei den Männern. Ab 50 nimmt die Reiselust bei den Männern ab. 

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Studie "Jung und alt im Reisevergleich" von Prof. Peter Zellmann, IFT Wien

Allerdings sind die 65-69-jährigen Männer im Vergleich zu den 55-64-jährigen wieder ein wenig reiselustiger. In der Gruppe der 65-69-Jährigen unternehmen 51% Reisen – im Vergleich zu 46% der 55-59-Jährigen und 47% der 60-64-jährigen.  

Frauen

Bei Frauen über 45 verläuft die Kurve der Personen, die Reisen unternehmen, anders. Hier nimmt der Anteil der Reisenden bereits ab 45 Jahren ab. Wie bei den Männern ist auch bei den Frauen noch einmal ein Anstieg der Reisefreudigkeit festzustellen. Allerdings findet dieser Aufschwung bei den 55-60-Jährigen statt – in dieser Altersgruppe geben 60% der Frauen an zu verreisen (im Vergleich zu 56% der 50-54-Jährigen).

Ab 65 nimmt die Reiselust bei Männern und Frauen deutlich ab. Und es gibt ab diesem Alter deutlich weniger Frauen als Männer, die verreisen. Nähere Informationen: Forschungstelegramm 5/2011 des Instituts für Freizeit und Tourismusforschung in Wien http://www.freizeitforschung.at/data/forschungsarchiv/2011/95.%20FT%205-2011_Jung%20und%20alt%20im%20Reisevergleich.pdf. Grundlage ist eine Repräsentativerhebung von 3.066 Personen ab 15 Jahren in Österreich 2005, 2009 und 2011.

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Das Tourismusland Österreich könnte seinen Marktanteil in Deutschland von derzeit 4,5 % auf 6 % steigern – wenn es auf die richtige Zielgruppe setzt, nämlich Menschen ab 50.

BAT Stiftung für Zukunftsfragen Tourismusanalyse Generation 50plus

Anspruchsvolle Gäste finden bei den 50plus Hotels die gewünschte Wohlfühlatmosphäre und Servicequalität.

Diese werden in rund 15 Jahren die Hälfte der bundessdeutschen Bevölkerung ausmachen, mehr als in jedem anderen europäischen Land. Ihr beliebtestes Urlaubsziel ist Deutschland, doch Österreich erfüllt praktisch das gleiche Anforderungsprofil. Diese Einschätzung gab Prof. Dr. Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg, bei der Vorstellung seiner neuen Tourismusanalyse 2011 für Deutschland und Österreich. 

Immer mehr Deutsche sehen dabei Österreich als ideales Land für den Zweiturlaub. „Österreich hat dank seiner Kultur, seinen Städte- und Wellness-Angeboten sowie im Wintersport viel zu bieten“, so Reinhardt. Allerdings schaffe es die Alpenrepublik aufgrund des fehlenden Meeres immer weniger, deutsche Familien zu locken. Allerdings hält der Wissenschafter auch Trost bereit. Zum einen werde ein Zweiturlaub in Deutschland immer mehr zum Statussymbol. „Man will zeigen, dass man sich zwei Urlaube leisten kann.“ Zum anderen punkten die Alpen nach wie vor bei mobilen Senioren. Allerdings sind die Ansprüche der reiseerfahrenen Älteren besonders hoch. Hauptkriterien für die Wahl des Reiseziels sind gleich nach Preis-Leistungs-Verhältnis und schöner Landschaft Gastfreundschaft und Atmosphäre. „Noch lieber als im Meer baden diese Touristen in Atmosphäre, Freundlichkeit und Geselligkeit. Wohlfühlfaktor und Servicequalität sind deshalb wichtiger als eine lange Speisekarte, weshalb Tourismusbetriebe genügend qualifizierte und motivierte Mitarbeiter brauchen. Wer radikal an Personal spart, kann dadurch auch einen Bumerang-Effekt erleben“, warnt Reinhardt ( http://stiftungfuerzukunftsfragen.de) laut Tourismusfachmagazin HGV-Praxis (http://www.hotel-gv-praxis.at/de/content/inhalt/singleview/artikel/oesterreich-2.html).

Zukunft mit deutschen 50plus-Gästen, Familien ziehts in den Süden!

„Die Urlaubsreise ist in Deutschland kein Allgemeingut mehr“, meinte Reinhardt, so das Tourismusbranchenblatt TAI. Vor allem bei den Familien gab es einen Erdrutsch: vor 20 Jahren verreisten noch 70 Prozent, 2010 waren es nur 56. Dafür ist bei den Senioren ab 50 ein starker Anstieg feststellbar. Die Deutschen sind besonders inlandaffin: ein Drittel urlaubt im eigenen Land. Die beliebtesten Urlaubsdestinationen sind nach Deutschland Spanien, Italien und die Türkei. Österreich, Mitte der Neunzigerjahre noch nach Italien an zweiter Stelle der Auslandsziele, ist mit einem auf 4,5 Prozent halbierten Marktanteil auf die vierte Position gerutscht.

Weil die Zielgruppe der Senioren in Deutschland wächst, wie in keinem anderen europäischen Land (weltweit Spitze ist diesbezüglich Japan), räumt Reinhardt Österreich für die Zukunft gute Chancen ein, wieder mindestens 6 Prozent Marktanteil zu erreichen: Das Angebot entspricht genau den Urlaubswünschen dieser Zielgruppe, das Preis/Leistungs-Verhältnis, das bei der Wahl der Urlaubsziele in Deutschland die Spitzenposition hält, kann mit jenem der Mittelmeerländer mithalten. Man sollte sich daher vor allem auf diese Zielgruppe einstellen, die immer anspruchsvoller wird, und weniger auf Familien setzen, die auch in Zukunft Sonne und Meer bevorzugen werden (http://www.tai.at/index.php/de/hotel/hotellerie/1800-zukunft-mit-deutschen-oldies-familien-ziehts-in-den-sueden).

Das Qualitätskonzept der 50plus Hotels Österreich und Deutschland orientiert sich an den Ansprüchen der wachsenden Urlaubsgeneration 50plus und hat mit dem RAL-Gütezeichen 50plus Hotels ein verlässliches und offiziell anerkanntes Qualitätssicherungsinstrument: www.50plusHotels.at