„Nische wird nicht genützt“, so ein Beitrag von Gabi Greiner bei ORF-ONLINE vom 1.6.2011 über den Handel in Österreich –  Wie sieht der typische Kunde der Zukunft aus? Zieht man die Bevölkerungsstatistik zu Rate, dann ist er vermutlich 50 Jahre oder älter, finanziell gut abgesichert und immer öfter Single. Die Generation 50plus ist die am schnellsten wachsende Zielgruppe. Gleichzeitig steht die Wirtschaft keiner anderen Käuferschicht so rat- und tatlos gegenüber wie dieser.

Dabei wird vor allem von der Wirtschaftskammer (WKÖ) bereits seit Jahren auf das Marktpotenzial der älteren Menschen hingewiesen, doch bisher ohne viel Erfolg. „Die Unternehmen sind beim Thema Senioren vorsichtig, zurückhaltend und wissen oft nicht, wie man sie richtig anspricht“, erklärt Günter Schmidauer von der WK-Kärnten gegenüber ORF.at. Das liegt daran, dass der Seniorenmarkt sehr inhomogen ist. Schmidauer nennt grob drei Typen: vom aktiven, jungen 50 plus, der sich gerne belohnt und viel reist, bis hin zum alten Menschen, bei dem die finanzielle Absicherung im Vordergrund steht, und der nur noch wenig konsumiert. „Ältere Menschen stellen andere Ansprüche als junge, die Wirtschaft muss darauf aber reagieren“, erklärt Schmidauer. „Viele haben noch nicht kapiert, wie man mit Älteren umgehen muss“, so Schmidauer. Gerade große Supermärkte werden von betagten Menschen wegen der lauten Musik und der schrillen Werbung oft gemieden.

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Mit 50plus Hotels gibt es im Tourismus im Gegensatz zum Handel professionelle Qualitätskonzepte für Anbieter.

Seniorengruppen

Empty Nester: 45 bis 60 Jahre. Kinder sind aus dem Haus, Einkommen hoch.

Junge Senioren: 61 bis 75 Jahre. Einkommen sinkt nach Pensionierung, mehr Freizeit.

Alte Senioren: Ab 75 Jahre. Wachsende Single-Haushalte, Konsumverhalten nimmt ab.

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